SCHON GEHÖRT?

KONTAKTLINSEN MIT AUGMENTED REALITY

Neuartige Kontaktlinsen können dem Träger nun virtuelle Bilder anzeigen, die über die wirkliche Ansicht der Umgebung projiziert werden. Die Linse wurde von Innovega entwickelt, einem Unternehmen aus den USA, das sich auf tragbare Displays spezialisiert hat. Mit diesen ist es möglich, ein Bild zu fokussieren, das auf eine leichtgewichtige Brille projiziert wird – Augmented Reality direkt vor den Augen. Dadurch dass der Träger gleichzeitig Objekte in der Ferne und der Nähe sieht, bietet die mit der Nanotechnologie iOptik ausgestattete Kontaktlinse zwei Sichtfelder auf einmal. Die Nutzer brauchen keine klobigen Brillen mehr und können sich frei bewegen und orientieren. Zu den Anwendungen gehören realistische 3D-Filme, Videospiele mit 360°-Umgebung und Anwendungen mit mobiler Augmented Reality, bei denen man mit Smartphones die reale Welt mit Anmerkungen versehen kann. Das US-Militär testet einen Prototyp der iOptik-Linse für Verteidigungsanwendungen, damit Soldaten im Feld Daten der Luftaufklärung in Echtzeit sehen können.

KLEINE DINGE GANZ GROSS

Wir alle haben uns schon mit Google Earth aus dem All in unsere Straße hineingezoomt. Nun können Zellbiologen dank einer Visualisierungstechnik namens „virtuelle Nanoskopie“ auf subzellularer Ebene in biologischem Gewebe navigieren und hineinzoomen – ein enormer Fortschritt im Vergleich zu früher, als man lediglich einen kleinen Teil einer Zelle in einem einzigen Bild festhalten konnte. Forscher am medizinischen Zentrum der Universität Leiden in den Niederlanden haben die Technik entwickelt, indem sie Tausende Elektronenmikroskop-aufnahmen in einzelne hochauflösende Bilder umwandelten. Anhand des Embryos eines Zebrafisches, eines vollausgebildeten Wirbeltiers, das klein genug war, um unter ein Elektronenmikroskop zu passen, demonstrierten die Wissenschaftler die Technik, indem sie über mehr als 26 .000 Bilder des 1,5 mm langen Embryos schwenkten und zoomten, bei einer Auflösung von 16 Millionen Pixel pro Zoll.

SPIEGLEIN, SPIEGLEIN...

Forscher bei Intel Labs arbeiten daran, Kaufentscheidungen beim Online-Shopping die Unsicherheit zu nehmen. Das langfristig angelegte Projekt mit dem Namen „Magic Mirror“ soll es Kunden ermöglichen, den Sitz und das Aussehen von Kleidung online an einem virtuellen 3D-Avatar zu beurteilen. Der Avatar wird aus den Daten von Körperscans realer Menschen erstellt, die die Käufer dann an ihre eigenen Maße anpassen. Mit dem „Magic Mirror“ könnten in Zukunft aber auch Einzelhändler der örtlichen Filialen besser mit Online-Shops konkurrieren, denn die Kunden könnten viel Zeit spa­ren, wenn sie die Kleidung virtuell vor einem LCD-Monitor anprobieren – selbst wenn der jeweilige Artikel gar nicht vorrätig ist.

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