Editorial

Monica Menghini

Executive Vice President

Corporate Strategy, Industry and Marketing

Dassault Systèmes

Der Begriff „Wissenschaft“ weckt unterschiedlichste Bilder im Kopf: ein dickes Lehrbuch, weiße Laborkittel und Mikroskope, ein Astronom, der durch ein Teleskop schaut, ein Natur­forscher im Regenwald, Einsteins Gleichungen, brodelnde Flüssigkeiten in Bechergläsern... All diese Bilder stellen einzelne Bereiche der Wissenschaft dar, aber nicht eines umfasst alles, denn die Wissenschaft hat so viele Facetten. 

Eines jedoch ist sicher: Wissenschaft ist stets im Gange. Die Wissenschaft ver­feinert und erweitert unser Wissen über das Universum ständig und wirft neue Fragen für zukünftige Forschungsthemen auf. Man wird sie nie „zum Abschluss bringen“.

Aber heutzutage ist die Wissenschaft anspruchsvoller als je zuvor. Trotz schrumpfender Budgets und immer engeren Zeitplänen müssen die Wissen­schaftler den Sinn aus riesigen Daten­mengen extrahieren und Antworten auf erstaunlich komplexe Fragen finden. 

Wenn die Herausforderungen riesig und die Ressourcen begrenzt sind, ist Ineffizienz unerwünscht. Trotzdem schätzt IDC, dass über alle Branchen hinweg 40% der Experimente in F&E unnötig wiederholt werden; die Ineffizienz liegt in einigen Branchen, wie der Pharmaindustrie, bekanntermaßen noch deutlich höher. Beispielsweise berichtet Forbes, dass es 12 Jahre dauert und meist zwischen 4 und 12 Milliarden US-­Dollar kostet, ein neues Medikament auf den Markt zu bringen. 

„DIE HERAUSFORDERUNGEN DER WISSENSCHAFT KONVERGIEREN MIT DEN VERBESSERUNGEN DER TECHNOLOGIE, WODURCH DIE EFFIZIENZ STEIGT.“ 

Monica Menghini

Misserfolge haben einen großen Anteil daran: Von 5.000 Medikamenten, die zu vorklinischen Tests angemeldet werden, schaffen es nach Schätzungen von Medicine.net nur fünf in die klinische Testphase und nur eines davon wird am Ende zugelassen.

Glücklicherweise konvergieren die Herausforderungen der Wissenschaft mit den Verbesserungen der Technologie, wodurch die Effizienz enorm steigt. Hochentwickelte Computermodellierung und ­simulation erleichtern die Pro­gnostizierbarkeit der Wissenschaft, damit mehr Ressourcen in die vielversprechendsten Projekte fließen. Cloud Computing ermöglicht den schnellen Informationsaustausch und erleichtert die wissenschaftliche Zusammenarbeit an den drängendsten Problemen. Elektronische Laborjournale gewähr­leisten, dass alle Daten gesammelt und für neue Aufgaben wiederverwendet werden können, und Hochleistungs­rechner extrahieren mittels leistungs­starker Algorithmen in Sekunden­schnelle tiefe Einblicke aus einem Meer von Daten. 

Dassault Systèmes erwarb kürzlich Accelrys, einen der Marktführer in solchen Technologien, und kreierte die Marke BIOVIA. Durch die Integration der Accelrys Applikationen für die biologische, chemische und Werkstoffmodellierung und Simulation in unsere 3DEXPERIENCE® Plattform bietet BIOVIA der Wissenschaft die nötige Unterstützung, um schnellere Fortschritte in Forschung und Wissens­gewinnung zu machen. Wir glauben, indem wir die Wissenschaft schneller und erschwinglicher werden lassen, machen wir den Wissenschaftlern ein wertvolles Geschenk in einer Welt voller Heraus­forderungen, die auf Antworten wartet. 

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