EDITORIAL Monica Menghini

Monica Menghini

Executive Vice President

Chief Strategy Officer

Dassault Systèmes

Bei Dassault Systèmes sprechen wir nicht vom Internet der Dinge, sondern vom Internet der Erlebnisse. Warum? Weil wir glauben, dass sich das Geschäftsmodell jeder Branche ziemlich rasch vom „Erschaffen überwältigender Erlebnisse“ – worauf das Zeitalter der Erlebnisse basiert, von dem wir seit drei Jahren reden – hin zum „Erschaffen überwältigender und vernetzter Erlebnisse“, die das Leben der Menschen bereichern, wandeln wird.

Das ist die Herausforderung: Erlebnisse erschaffen, die das Leben jedes einzelnen verändern.

Obwohl die Gegenstände oder „Dinge“,die wir besitzen, Ohren haben (Aufnahmegeräte), Augen (Kameras), Stimmen (Lautsprecher) und manche sogar Gefühl, sendet dieses Nervensystem aus Silizium nicht sämtliche Informationen an ein einziges, sondern an viel zu viele unterschiedliche Gehirne: an Plattformen von Unternehmen, Städten, Regierungen und Privatpersonen. Die so erzeugten Erlebnisse sind darum eher ernüchternd als genussvoll. Anwendungen (sowohl unternehmensinterne als auch verbraucherorientierte), die nur auf einem Gerät, nur zu einem Zweck und nur in einem geschlossenen System funktionieren, verbessern unser Leben nicht. Sie sind nur Spielereien.

Die Kunst wird darin bestehen, diese Einzelgehirne miteinander zu vernetzen. Darum entwickelt Dassault Systèmes leistungsstarke Lösungen für das Internet der Erlebnisse, die es Herstellern, Netzbetreibern, Ihnen und mir ermöglichen, unsere Dinge in einer einzigen simplen, visuellen Umgebung zu sehen, zu analysieren, zu bedienen, zu programmieren und zu optimieren; Lösungen, mit denen Unternehmen das Verhalten jedes Einzelnen verstehen können, damit sie uns bedeutsame, personalisierte Erlebnisse anbieten können.

„DAS INTERNET DER ERLEBNISSE ERFORDERT KLARHEIT AM FRONTEND UND EINE AUSGEKLÜGELTE COMPUTING-TECHNOLOGIE IM KERN.”

MONICA MENGHINI

Der Ausbau des Internets der Erlebnisse verlangt Entscheidungen, um zu vermeiden, in das „Internet der dummen Dinge“ abzurutschen. Dies erfordert Klarheit am Frontend und eine ausgeklügelte Computing-Technologie im Kern. Unternehmen und Privatpersonen wollen das große Ganze: das Einfache, das Visuelle, das Spielerische und das Wesentliche. Keine komplizierten intelligenten Stadtnetze, sondern Städte mit 3DEXPERIENCE. Keine komplizierte intelligente Haustechnik, sondern Häuser mit 3DEXPERIENCE. Keine komplizierten intelligenten Fabriken, sondern Fabriken mit 3DEXPERIENCE.

Das Internet der Dinge, wie es derzeit im Aufbau ist, ist ein Internet der intelligenten Dinge, die diese Bezeichnung leider nicht immer verdienen. Wenn Unternehmen bei der Schaffung dieser Dinge nicht die Erlebnisse der Nutzer im Auge behalten, wird das Internet der Dinge straucheln und stocken. Doch wenn Unternehmen bei der Gestaltung der Produkte „erlebnisorientiert denken“ und die Fähigkeiten des Internets der Dinge ausnutzen, können sie Erlebnisse erschaffen, die einen Mehrwert bieten. Und sie werden dann auch die Früchte aus dem Internet der Erlebnisse ernten.

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