COMPASS MAGAZINE #10
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AZUMA MAKOTO

Der japanische Blumenkünstler Azuma Makoto fängt die Schönheit der Pflanzen in handgemachten Skulpturen ein, die von überschäumender Blütenpracht bis zu winzigen Kiefernadeln das gesamte botanische Spektrum um­fassen, und schafft so einzigartige und phantasievolle Pflanzenexponate für unzählige Kunstinstallationen weltweit.

„Ich möchte die Blumen oder Pflanzen so darstellen, wie sie selbst nie gewachsen wären, um die Kreativität der Menschen anzuregen und immer wieder neue Wege beschreiten zu können“, sagt Azuma. „Indem ich Blumen und Pflanzen stärker ins Bewusstsein der Menschen rücke, möchte ich verdeutlichen, welchen Wert sie für uns haben.“

„ICH WERDE WEITERHIN STÜCKE ERSCHAFFEN, DIE DIE PHANTASIE DER MENSCHEN AUF DER GANZEN WELT BEFLÜGELN.”

Azuma Makoto, Blumenkünstler

Azuma wurde in Fukuoka auf der japanischen Insel Kyushu geboren. Er zog nach Tokio, um eine Karriere als Musiker zu starten, doch schon bald wandte er sich der Blumenkunst zu. „Mit der Musik alleine konnte ich meinen Lebensunterhalt nicht bestreiten. Deshalb habe ich eine Teilzeitstelle als Zwischenhändler auf einem Blumenmarkt angenommen“, erzählt er. „Die allgegenwärtige Ausdrucksstärke und Anziehungskraft der Blumen faszinierten mich ungemein und reizten mich immer mehr.“

Seine neue Leidenschaft für die Blumen­kunst führte dazu, dass Azuma schließlich den Haute-Couture-Blumenladen „Jardins de Fleurs“ in Tokio eröffnete. „Während ich für die Kunden Blumen arrangierte, wuchs der Wunsch in mir, eigene Kreationen zu erschaffen. Hätte es den „Jardins des Fleurs“ nicht gegeben, hätte ich wohl nie solche Kunstwerke hervorbringen können, wie ich es heute tue.“

Ist Azuma nun in erster Linie ein Künstler oder ein Florist? „Als Blumenkünstler entwickeln sich meine Arbeiten aus der Beziehung zwischen den Blumen, mir und meinem Bestreben, ihre Schönheit zu entdecken“, sagt er. „Für einen Floristen sollte keines der drei – Kunde, Blume oder er selbst – im Vordergrund stehen. Stattdessen ist eine gute Balance wichtig. Im Grunde bin ich sowohl Florist wie auch Blumenkünstler.“

„Ich werde weiterhin Stücke erschaffen, die die Phantasie der Menschen auf der ganzen Welt beflügeln. Bisher waren meine Arbeiten eigenständige Kunstwerke aus Blumen und Pflanzen. Doch nun weiten sich meine Projekte auf Installationen aus, die ganze Landschaften und öffentliche Flächen umfassen.“

Für Azuma wird 2014 ein arbeitsreiches Jahr, da er viele Aufträge aus seinem Heimatland, aber auch aus Frankreich, den USA, China, Mexiko und Brasilien vor sich hat. „Ich arbeite mit dem Architekten Kengo Kuma an Wand- und Landschaftsprojekten in Peking und New York“, verrät er vorab. „Im Juni habe ich eine Ausstellung im Espacio Escultorico in Mexiko zum Thema ‘Interaktion mit Architektur’.“ Neben diesen Projekten, die er selbst als „experimentell“ beschreibt, plant Azuma eine „riesige Ausstellung“ seiner Blumenkreationen.

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www.azumamakoto.com

info@azumamakoto.com