COMPASS MAGAZINE #10
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TOM DIXON Vom Industriedesign elektrisiert

Tom Dixons Weg zum Erfolg war ungewöhnlich – er sagt, er sei durch Zufall beim Design gelandet, als er sich selbst das Schweißen beibrachte. Compass sprach mit Dixon über seine Inspirationsquellen. 

COMPASS: Wann haben Sie Ihre Karriere als Designer begonnen?

TOM DIXON: Ich war ein Spätzünder. Ich habe keinerlei Ausbildung als Designer. Ich habe angefangen, Objekte zu kreieren, als ich noch Musiker war – tagsüber hatte ich viele Stunden zur freien Verfügung, weil ich meistens nachts arbeitete.

Wovon haben Sie sich anfangs inspirieren lassen?

TD: Brücken, Flugzeuge, Museen, Reisen, Skulpturen, Weltraum­forschung, Musik und Metallarbeiten. 

Wie hat sich diese Inspirationsquelle über die Jahre verändert?

TD: Wenn ich Auto fahre, sehe ich bestimmte Dinge aus dem Augenwinkel – Gebäude und Strukturen. Doch auch zeitgenössische Bildhauerei, wie die von Anish Kapoor, inspiriert mich. Und mich fasziniert alles, was mit Fertigung und Fertigungsverfahren zu tun hat.

Wer hatte den größten Einfluss auf Ihre Karriere?

TD: Meine Gemeinschaftsprojekte mit Giulio Cappellini [Eigentümer der italienischen Firma für Möbeldesign Cappellini] waren äußerst interessant. Als ich mit ihm arbeitete, habe ich gelernt, wie wichtig Design für die Industrie ist, und ich habe gesehen, dass italienische Handwerker und Industrielle das Design als festen Bestandteil des Lebens und der Arbeit betrachten. Als ich dann Kreativdirektor bei Habitat, einem britischen Händler für moderne Möbel, wurde, eröffnete sich mir eine ganze Welt voller neuer Möglichkeiten und ich kam mit Bereichen in Berührung, die ich noch nicht kannte. 

„JEDEN TAG STEHE ICH VOR VERSCHIEDENEN HERAUSFORDERUNGEN UND SEHE IN IHNEN EINE NEUE PALETTE VOLLER MÖGLICHKEITEN.“ 

TOM DIXON MÖBELDESIGNER

Was war Ihr bisher größter Design-Erfolg?

TD: Auf den warte ich noch.

Können Sie eine Herausforderung aus der jüngeren Vergangenheit und deren Lösung beschreiben? 

TD: Jeden Tag stehe ich vor verschiedenen Herausforderungen und sehe ihn Ihnen eine neue Palette voller Möglichkeiten. Für mich ist das so, als könnte ich in eine riesige Spielzeugkiste greifen!

Wie fühlt man sich, wenn man auf der Messe MAISON & OBJET zum Designer des Jahres 2014 gekürt wird?

TD: Das ist natürlich eine große Ehre. Seltsamerweise habe ich das Gefühl, erst am Anfang meiner Laufbahn zu stehen und noch nicht viel getan zu haben, um diese Auszeichnung zu verdienen.

Weitere Informationen:  www.tomdixon.net

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von Rebecca Lambert