COMPASS MAGAZINE #10
COMPASS MAGAZINE #10

DIE STIMME DER ERFAHRUNG Alain Bernard, Vice President for Technical Operations, GPS (Governance & Prioritization and Science liaison), UCB SA

Wissenschaftliche Forscher sitzen auf einem Berg von Daten. Die meisten dieser Daten werden einmal analysiert und danach nie wieder angeschaut. Doch die Investitionen in die Generierung dieser Daten – und der Nutzen, den sie der Menschheit bringen könnten – sind zu hoch, um sie dann brach­liegen zu lassen. 

Mit dem Aufkommen von „Big Data“ kann die Pharmaindustrie nun endlich damit beginnen, aus ihren Daten syste­matisch neue Erkenntnisse zu extra­hieren. Branchen wie der Einzelhandel ebneten den Weg, indem sie Milliarden einzelner Datenpunkte in wertvolles Wissen umgewandelt haben.

Die meisten pharmazeutischen Unternehmen können heute nicht ohne Weiteres ihre Datensätze von unterschiedlichen Standorten – oder sogar von benachbarten Laborräumen – zusammenlegen und daraus Muster ableiten. Doch moderne Technologie kann Muster erkennen, ganz gleich wie vielfältig die Eingaben sind. Lassen Sie die intelligente Software ihre Arbeit tun und Sie werden Ant­worten erhalten, von denen Sie schon lange geträumt haben, oder manchmal auch Antworten, die Sie sich nie hätten vorstellen können. Ich nenne dies „unerwartetes“ Wissen. Ein anschau­liches Beispiel habe ich selbst erlebt und es handelte sich um einen wahren Schatz, der tief verborgen lag – bis ihn das System gefunden hat. Die Technologien werden ständig weiterentwickelt und helfen uns so dabei, unsere Ziele zu erreichen. Nun, da die meisten Daten in elektronischer Form vorliegen, können wir die Analytik automatisieren und unseren Wissen­schaftlern gedankliche Freiräume schaffen.

Bedenken Sie die Möglichkeiten, wenn wir Daten auch zwischen Unternehmen austauschen könnten. Ich habe vielleicht A und Sie haben B und ein anderer besitzt C. Doch bevor wir nicht alle drei zusammen­bringen, haben wir gar nichts. Aber wenn wir das schaffen, können wir ein Heilmittel für ein ungelöstes medizi­nisches Problem anbieten. 

„NUN, DA DIE MEISTEN DATEN IN ELEKTRONISCHER FORM VORLIEGEN, KÖNNEN WIR DIE ANALYTIK AUTOMATISIEREN UND UNSEREN WISSENSCHAFTLERN GEDANKLICHE FREIRÄUME SCHAFFEN.“ 

Alain Bernard VICE PRESIDENT FOR TECHNICAL OPERATIONS, GPS, UCB SA

Indem wir Daten in Wissen verwandeln, wird es uns möglich, nachhaltigen Mehr­wert zu schaffen – qualitativ hochwertiger, schneller und risikoärmer. Die Technologien dafür gibt es schon. Wir müssen sie nur anwenden, um die Schätze bergen zu können, die in den Datenbergen vergraben sind.

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von ALAIN BERNARD

Alain Bernard ist Vice President for Technical Operations, GPS bei UCB, einem marktführenden biopharmazeu­tischen Unternehmen aus Belgien, spezialisiert auf Immunologie und Erkrankungen des zentralen Nervensystems.