COMPASS MAGAZINE #10
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SANTA CRUZ BIKES ÖKOLOGISCH DANK DIGITALISIERUNG

Mobile Geräte und soziale Applikationen haben sich wie ein Lauffeuer verbreitet. Vermarkter setzen diese digitalen Tools - einschließlich der 3D-Visualisierungstechnologie - ein, um auf unseren Bildschirmen präsent sein zu können. Compass porträtiert in dieser „Galerie des großartigen Marketings“ einige Unternehmen und Organisationen, die die traditionellen Grenzen des Marketings durchbrochen haben.

Wie kann ein kleiner Hersteller hochwertiger Mountainbikes seine Kunden effektiver betreuen als die großen Mitbewerber und noch dazu seine CO2-Bilanz verbessern? Santa Cruz Bikes aus Kalifornien hat eine Antwort auf diese Frage gefunden: die Digitalisierung seiner Design-, Entwicklungs- und Marketingprozesse. 

Das Produktdesignteam unter Leitung von Geoff Casey arbeitet eng mit den Technik- und Marketingteams zusammen. Aber alle drei Abteilungen hatten mit hohen Kosten, langen Liefer- und Fertigungszeiten zu kämpfen, da sie mit Materialien, Stilen, Grafiken und Farben arbeiteten, die sprichwörtlich kreuz und quer auf hunderte verschiedene Weisen zusammengestellt werden konnten. 

Musterrahmen mit all diesen Kombinationen zu bauen, war nicht kosteneffektiv, ebenso wenig wie all das zu fotografieren.

 Aber durch Datenbanken mit fotorealistischen Bildern, die sich digital verändern lassen, konnte man endlos viele, realitätsgetreue Bilder von Fahrrädern erzeugen, die sich in Echtzeit bearbeiten und teilen lassen. 

„Als ich anfing, gab es 2D-Zeichnungen auf DIN-A4-Blättern und man musste sich die Farbmuster oder Grafiken separat anschauen und im Kopf zusammensetzen“, sagt Casey.  „Jetzt können wir sie wirklich sehen – in 3D und Echtzeit.“

Die Kosteneinsparungen waren wichtig, ebenso wie die Zeitersparnis, die zu kürzeren und effizienteren Produktionszeiten führten. Santa Cruz verwendete die Daten auch für einen Bikekonfigurator auf seiner Website, wo potenzielle Kunden ihr eigenes Rad entwerfen oder Monteure Räder für ihre Kunden zusammenstellen können.

Die digitalen Bilder der Fahrräder sind so gut, „dass nicht mal ich unterscheiden kann, welche von ihnen die Renderings und welche die echten Fotos sind“, sagt Casey. Momentan sucht sein Team nach weiteren Verwendungsmöglichkeiten für die Bilder, wie beispielsweise in Animationen, um die Technologie hinter den Rädern zu erklären. Das Ergebnis? Die Kosten sind gesunken, die CO2-Bilanz hat sich verbessert und die Zeitspanne vom Design bis zum Verkauf hat sich drastisch verkürzt. ◆ 

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